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Mitglieder der Feuerwehr Neu-Anspach unterstützten Hilfsprojekte in Tansania

23.12.2011 - Usinger Anzeiger

Von Jens Demarczyk

Arbeit in Ostafrika damit noch nicht beendet

Feuerwehr-Ausrüstung für Moshi

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Jahr 2011 hat für Hartmut Ring ein gutes Ende. Das Vorstandsmitglied des Idsteiner Entwicklungshilfevereins „People-help-People - One world“ (PHP) war zusammen mit acht weiteren Anspachern in Tansania, um die als Hilfsprojekt fertig gestellte Trinkwasseraufbereitungs-Anlage für die Msareni School Nijari nahe der 150.000-Einwohnerstadt Moshi (800 Kilometer nördlich der Hauptstadt Daressalam) ihrer Bestimmung zu übergeben.

31.000 Euro kostete die Errichtung der Anlage, was zu 75 Prozent als Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) und 25 Prozent Eigenleistungen des Vereins finanziert wurde. 360 Kinder im Dorf Nijari (2.800 Einwohner) kommen seit Ende November in den Genuß fließenden Trinkwassers, das aus einer Quelle des Kilimandscharo gespeist wird und die Schule nunmehr dauerhaft versorgt. Und nicht nur das: Nicht genutztes Wasser aus der permanent in Betrieb befindlichen Anlage steht den Farmern und Bewohnern der umliegenden Bezirke zur Verfügung (UA berichete). „Es war das erste Mal, dass ein Projekt im zeitlichen und finanziell gesteckten Rahmen fertig gestellt wurde“, bilanzierte Ring zufrieden.

Für den 62jährigen und seine Vereinsmitstreiter ist damit die Arbeit in Ostafrika jedoch nicht zu Ende. „Wir haben gesehen, mit welch einfachen Mitteln wir dort helfen können“, sagt sein Vereinskollege Jürgen Nußbaum, den Ehefrau Manuela und Sohn Marco nach Ostafrika begleiteten. Das Mitglied der freiwilligen Feuerwehr Hausen reiste bereits Anfang des Jahres mit Ring nach Ostafrika. „Die Eindrücke damals prägen mich heute noch. Es war mir rasch klar, dass ich dort helfen möchte“, stellte er jetzt wieder fest.

Sachspenden

Die Feuerwehr Neu-Anspach ließ sich nach Nußbaums Berichten Anfang des Jahres nicht lumpen und stellte, organisiert vom Neu Anspacher Stadtbrandinspektor Alfred Hübner, ein paar Sachspenden zusammen, die in Tansania sehr willkommen waren. „Schutzanzüge, Brandschutzkleidung und Arbeitskleidung  haben wir mit unserem Gepäck mitgenommen“, erläuterte Nußbaum. Die Anspacher Reisegruppe nutzte hierbei das großzügige Gepäcklimit der Airline von 46 Kilogramm. Für Ring und Nußbaum sowie ihre Begleiter zählten auch diesmal wieder die Eindrücke, wo geholfen werden kann. „Die Größe der Projekte spielt eine untergeordnete Rolle, sondern eher die Nachhaltigkeit unserer Hilfe. Das können auch Nebensächlichkeiten bis hin zu Kugelschreibern sein“, so Nußbaums Erfahrung.

Das Erlebte verarbeiten

Monika Feix und Tochter Christina, die durch Rings Erzählungen und sein nachhaltiges Werben mitreisten, brauchen wie alle übrigen Teilnehmer noch ein paar Tage, um das Erlebte zu verarbeiten: „Die Lebenseinstellung und Herzlichkeit der Menschen beeindruckte schon sehr“, sagte sie. Ihre Tochter ergänzte rasch: „Die Gastfreundschaft war bemerkenswert. Dank Hartmut Ring erlebten wir in Tansania Afrika pur.“ Ein ganz besonderer Höhepunkt dabei war die Einladung des Präsidenten der FIDA (örtlicher Partner von PHP), Samwel Moshi. Monika Feix dazu: „Uns Frauen wurde die Herstellung von Roselle-Tee, eine afrikanische Malvesorte, bei einem Rundgang über die Farm gezeigt.“

Und die nächste Hilfsaktion aus Neu-Anspach ist auch schon in Planung. Im März reist Ring mit den Zahnärztinnen Carola Stach (Neu-Anspach) und Gudrun Fischer (Berlin) nach Moshi. Die beiden Medizinnerinnen nehmen dann kostenlos Untersuchungen bei den 360 Kindern der Msareni Primary School vor.

Den Originalbericht finden Sie hier.

 
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Eindrücke

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