Start Presseberichte Usinger Anzeiger Mit mobilem Zahnarztset im Handgepäck nach Tansania

Mit mobilem Zahnarztset im Handgepäck nach Tansania

05.11.2011 - Usinger Anzeiger

Von Jens Demarczyk

Neu-Anspacher Zahnärztin Carola Stach leistet kostenlose Zahnuntersuchungen in Afrika

Auf nach Tansania: Hartmut Ring zeigt der Zahnärztin Carola Stach, wo ihre Hilfe benötigt wirdCarola Stach ist weit herumgekommen. Die in Neu-Anspach niedergelassene Zahnärztin war bereits 2005 mit der Aktionsgemeinschaft Zahnarzthilfe in Brasilien unterwegs. Dort nahm sie als Entwicklungshilfe-Projekt zahnmedizinische Untersuchungen bei 500 Kindern vor. Jetzt packt sie wieder ihre Koffer.

Der Aufenthalt damals währte drei Wochen. Sechs Jahre später saß Hartmut Ring, Vorstandsmitglied des Idsteiner Entwicklungshilfe-Vereins „People-help-people/OneWorld“ auf ihrem Behandlungsstuhl. „Wir kamen irgendwie ins Gespräch über die Aktivitäten des Vereins“, berichtete Ring. Seine Zahnärztin musste in Erinnerung an die Resonanz ihres ersten Auslandsaufenthaltes nicht lange überlegen.

„Ich will so was wieder machen“, teilte sie Ring schließlich mit, als er noch einmal auf ihrem „Folterstuhl“ Platz nehmen musste. Die aus der Oberlausitz in Sachsen stammende 49-jährige Stach fliegt daher im Frühjahr nächsten Jahres mit ihrer Berliner Kollegin Gudrun Fischer und Ring nach Tansania. Am Fuße des Kilimanjaro werden sie 367 Kinder und das Lehrpersonal kostenlos einer Zahnuntersuchung unterziehen.

„Diese Aktion parallel zu unseren Projekten erhöht auch die Bereitschaft der Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit für unsere nächsten größeren Projekte. Das finanzielle Engagement des Ministeriums lag zuletzt bei 75 Prozent der Gesamtkosten“, erläuterte Ring dazu. Es habe beim Ministerium in Bonn erstaunliche Resonanz gegeben, erfuhr Ring durch Telefonate und E-Mails. Seine Zahnärztin steckt derweil mit Feuereifer schon bei den Vorbereitungen. Seit 25 Jahren praktiziert sie als Stomatologin, davon 18 Jahre in Neu-Anspach. Was sie nach Afrika mitnehmen muss, ist auch aus Kostengründen dennoch eher überschaubar. Ein mobiles Zahnarzt-Set nimmt sie mit ihrer Kollegin quasi im Handgepäck nach Tansania mit. Malaria-Prophylaxe gehört später ebenso dazu wie die Mitnahme von ausreichend Desinfektionsmitteln. „Die Aids-Rate ist im Afrika um ein Vielfaches höher als in Brasilien. Das gilt es bei den Vorbereitungen auch zum eigenen Schutz zu bedenken“, weiß Stach.

Den Originalbericht finden Sie im Usinger Anzeiger  oder hier.
 
157088
 

Eindrücke

kind_11_170x227.JPG
Wetter in Moshi
Wetter in Kampala