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Eine erste gute Tat im neuen Jahr

06.01.2011 - Usinger Anzeiger

Von Jens Demarczyk

Dirk Merkel und Jürgen Nussbaum von der Freiwilligen Feuerwehr Hausen unterstützen Kameraden in Tansania

Fit machen für Ostafrika: Dirk Merkel (links) und Jürgen Nußbaum (rechts) lauschen den Erläuterungen von Hartmut Ring.	 Foto: DemarczykGute Vorsätze rasch umsetzen: So gehen die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Hausen, Dirk Merkel (33) und Jürgen Nussbaum (44), ins neue Jahr. Die beiden fliegen vom 15. Januar bis zum 27. Januar nach Tansania, um die Feuerwehr in Moshi (900 Kilometer nördlich der Hauptstadt Darressalam) zu unterstützen. „Wir sind neugierig, was uns dort erwartet“, erklärten sie beim Vorbereitungstreffen mit Hartmut Ring in Neu-Anspach.

Ring ist seit Jahren in Tansania unterwegs und arbeitet derzeit im Vorstand des Idsteiner Vereins „People Help People“, der sich mit Entwicklungshilfe für die Gemeinde Moshi am Fuß des Kilimanjaro beschäftigt. Im Norden Tansanias unterstützt der Idsteiner Verein seit 1985 die verschiedensten Projekte. „Wir kamen nach einer Übung der Hausener Feuerwehr ins Gespräch“, beschreibt Ring das Zustandekommen dieser Reise in Begleitung der Hausener Kameraden. Der 61-Jährige fliegt mit seiner Frau Andrea schon nächsten Mittwoch wieder nach Ostafrika, weil das nächste Projekt des Vereins in die Umsetzung geht. Mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) fällt dort dann der Startschuss für den Bau einer Trinkwasserversorgungsanlage an der Msareni-Grundschule für 370 Schüler und 13 Lehrer.

Durch den dauerhaften Betrieb der Anlage kommen darüber hinaus 2500 umliegende Farmer aus der unmittelbaren Umgebung der Schule in den Genuss von Trinkwasser, welches direkt aus einer Quelle des Kilimanjaro stammt. Circa 31 000 Euro kostet die Errichtung, die der Verein und das BMZ finanzieren. „Diese Maßnahme hilft häufige Krankheiten wie Durchfall zu vermeiden, da die Schüler und Lehrer kein verunreinigtes Wasser mehr konsumieren müssen“, beschrieb Ring das Ziel des Projektes.

Die beiden Hausener Feuerwehrleute kündigte Ring bei seinem vorangegangenen Besuch 2010 bereits an. Man freue sich über den Besuch, erfuhr er dabei. Geplant ist, einige Übungen mit der Feuerwehr Moshi durchzuführen und das technische Gerät in Augenschein zu nehmen. „Dann sehen wir, wo wir konkret mit Wissen und vielleicht später auch mit Material helfen können“, sagte Nussbaum. Mit großem Engagement bereiten sich beide unter Anleitung von Ring auf ihren ersten Trip auf den schwarzen Kontinent vor. Malaria-Prophylaxe gehört ebenso dazu, wie das Studium von Karten und anderem Informationsmaterial. Wehrführer Merkel ist vom Erfolg des Besuches schon vorher überzeugt: „Das hörte sich alles sehr spannend an, was uns Hartmut über Tansania erzählte. Deswegen haben wir spontan gesagt, da können wir auch helfen.“

Den Originalbericht finden Sie im Usinger Anzeiger oder hier.

 
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