PDF Drucken E-Mail

Wasser für Moshi

23.02.2011 - Idsteiner Zeitung

Von Jens Demarczyk

HILFE:  Verein „People help People - One World“ startet neues Projekt

Pressekonferenz in MoshiEin neues Hilfsprojekt in Moshi startete kürzlich der Idsteiner Verein „People help People - One World“ (PHP). Nach dem erfolgreichen Bauabschluss des Mwera-Bewässerungskanals im vergangenen Frühjahr wird jetzt mit Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) ein neues Trinkwasserversorgungsprojekt, diesmal für die Msareni-Grundschule in Njari am Fuße des Kilimandscharo, umgesetzt.

 

PHP-Vorstandsmitglied Hartmut Ring war hierzu in Moshi. „Nach der Ausschreibung und der Vergabe der Leistungen geht’s jetzt in die Vollen in Tansania. Das Projekt wurde Mitte Dezember 2010 vom BMZ genehmigt“, erklärte er dazu.

Im Kern sollen hierbei 370 Schüler und 13 Lehrer dauerhaft in den Genuss von sauberem Trinkwasser kommen. Dies soll ganzjährig und witterungsunabhängig geschehen. Übergeben wird das neue Projekt dann im Spätherbst dieses Jahres vom deutschen Botschafter in Tansania, Dr. Guido Herz. „In einem persönlichen Gespräch konnte ich ihn dafür werben. Er zeigte sich angetan von unserem Engagement“, so Ring.

Partner vor Ort ist die Fida (Friends in Development Association International). Diese Organisation hat die Kontakte und Verbindungen für den reibungslosen Ablauf des Projektes unterhalb Afrikas bekanntesten Bergs. Ring baut dabei auf sein Netzwerk vor Ort: „Man muss den Leuten nur klar signalisieren, dass man helfen will und kann. Dann erzählen sie unvoreingenommen, was sie benötigen.“

Konkret benannte er das Ziel des neuen Projektes. „Mit dem Projekt sollen häufige Krankheiten der Schüler und des Lehrerpersonals vermieden sowie Ausfallstunden minimiert werden.“ Das Ganze bringt noch einen aus Rings Sicht erfreulichen Nebeneffekt. Die der Schule angrenzende Dorfgemeinschaft kommt auch in den Genuss des nicht verwendeten sauberen Trinkwassers. „Das Wasser fließt schließlich auch in den Ferien oder am Wochenende“, so Ring. Immerhin 2900 Menschen nutzen dann erstmals klares, sauberes Trinkwasser direkt vom Berg.

Die Planungsphase läuft und wird im März abgeschlossen sein. Ab April beginnt die Bauphase, die bis Herbst beendet sein soll. Vor Ort leisten zudem Lehrer, Schüler und Eltern aktive Unterstützung beim Bau. „Das senkt die Erstellungskosten und erhöht nebenbei die Akzeptanz und Identifikation der Bevölkerung mit der neu gewonnenen Infrastruktur“, weiß Ring. Neben Ehefrau Andrea begleiteten Ring bei seinem jüngsten Besuch in Moshi zwei Feuerwehrleute aus Neu-Anspach/Hausen. „Eine völlig neue Sicht auf unser eigenes Leben haben wir bekommen“, stellten Dirk Merkel (33) und Jürgen Nussbaum (44) hinterher fest. Sie gaben der Feuerwehr Moshi bei einer Technik-Inspektion wertvolle Tipps und traten nach ihrer Rückkehr spontan dem Verein PHP - One World Idstein bei. Schwer beeindruckt erzählten sie ihren Familien von ihren Erlebnissen in Tansania und haben längst beschlossen: „Wir fahren in jedem Fall wieder mit nach Moshi.“

 

Den kompletten Bericht finden Sie im Wiesbadener Tagblatt oder hier.

 
147280
 

Eindrücke

kinder_in_schule_04_170x113.JPG
Wetter in Moshi
Wetter in Kampala